Salzhemmendorf, 6.2.2025 – Rettung in letzter Minute: Katastrophenschutzfahrzeug im Flecken Salzhemmendorf kehrt repariert zurück.
Mareike Lotte Wulf MdB kann durch beherztes Eingreifen beim Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz (BBK) zwei Ausnahmen bewirken und verhindert somit, dass der Schlauchwagen der Feuerwehr in Salzhemmendorf an den Bund im Zuge einer fälligen Reparatur ausgesondert und verkauft werden muss.
Im Juli 2024 wandte sich der Bürgermeister des Flecken Salzhemmendorf, Clemens Pommerening, an die drei heimischen Bundestagsabgeordneten. Das seit dem Jahr 1995 im Flecken Salzhemmendorf eingesetzte Fahrzeug des Bundes (Schlauchwagen-SW 2000) benötigte einen neuen Satz Reifen. Der Bund – und in dessen Vertretung die zuständige untere Katastrophenschutzbehörde des Landkreises – teilte der Gemeinde daraufhin mit, dass das Fahrzeug ausgesondert werden muss, da der wirtschaftliche Restwert (1.500 €) die anfallenden Instandsetzungskosten deutlich überschreiten wird.
Clemens Pommerening zeigte sich entsetzt: “Eine in der Vergangenheit geltende Regelung, wonach die Gemeinde das Fahrzeug in solch einem Fall kostenlos übernehmen kann, wenn es die Reparaturkosten an dem Fahrzeug übernimmt, sollte aufgrund einer Gesetzesänderung nicht mehr greifen.
Wir wurden stattdessen aufgefordert, das Fahrzeug zur Versteigerung an die VEBEG zu übergeben.” so Pommerening weiter. “In diesem Bieterwettbewerb hätten wir als Gemeinde, oder auch der Landkreis, aus finanziellen Gründen nie mithalten können.”
Mareike Lotte Wulf MdB, die die Arbeit der Feuerwehren, aber auch der vielen Ehrenamtlichen im Weserland stärken möchte, wandte sich unmittelbar an den Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz (BBK), Ralph Tiesler. “Die vielen Ehrenamtlichen sind das Rückgrat unserer Gesellschaft – insbesondere im ländlichen Weserbergland. Mit solchen Vorschriften wird nicht nur die materielle Ausstattung der Feuerwehren geschwächt, sondern auch die Motivation der sich engagierenden Menschen vor Ort. Für mich war absolut nicht nachzuvollziehen, dass durch die Beschaffung eines neuen Satz Reifens, deren Kosten die Kommune bereit ist zu übernehmen, den Einsatzkräften ein überaus wertvolles Fahrzeug genommen werden soll,” so Wulf weiter. “Solche Entscheidungen tragen in keinster Weise dazu bei, die Menschen vor Ort zu motivieren und die Bereitschaft für den ehrenamtlichen Katastrophen- und Brandschutz hochzuhalten,” ist sich Wulf sicher.
Dieser Argumentation konnte dann auch das BBK folgen und gestattet für den Schlauchwagen in Salzhemmendorf eine Ausnahme von der Versteigerungsvorschrift.
“Doch damit war die Kuh noch nicht ganz vom Eis,” lacht Clemens Pommerening, “Uns wurde zwar zugesagt, das Fahrzeug nun auf unsere Kosten reparieren und weiter nutzen zu dürfen, aber Eigentümer sollte der Bund bleiben. Damit drohte die Gefahr, bei der nächsten Reparatur den selben Schwierigkeiten ausgeliefert zu sein.”
”Ich bin unglaublich erleichtert”, so Mareike Lotte Wulf MdB, “dass wir auch hier durch ein wiederholtes Intervenieren beim BBK eine zweite Ausnahme bewirkt haben. Jetzt ist die Feuerwehr nicht nur Besitzer, sondern der Flecken Salzhemmendorf, durch Kauf zum wirtschaftlichen Restwert, auch stolzer Eigentümer dieses wertvollen Schlauchwagens.”
Rolf Schmidt, Gemeindebrandmeister bestätigt: “Dieses Fahrzeug ist für den örtlichen und überörtlichen Brandschutz sehr wertvoll und kaum zu ersetzen. Auch bei überörtlichen Einsätzen der Kreisbereitschaft wird das Fahrzeug personell besetzt und ist immer wieder mit ausgerückt, wie z. B. beim Hochwassereinsatz Lüchow-Dannenberg oder beim Weihnachtshochwasser im Jahr 2023. Wir sind dankbar und erleichtert, dass uns dieses Goldstück erhalten bleibt.”


